Maria Ketikidou

Tobi featuring Maria Ketikidou

Maria Ketikidou ist seit über 35 Jahren aufgrund ihrer Authentizität und Leichtigkeit eine der gefragtesten und beliebtesten deutschen Schauspielerinnen. Dabei zählt sie nicht nur zur Erstbesetzung des Hamburger Großstadtreviers, das in der ARD ausgestrahlt wird, sondern ist auch in anderen Produktionen wie „Magda macht das schon“, „Pfefferkörner“ oder „SOKO Köln“ zu sehen. Ich hatte das Glück, mit der Frau hinter Polizistin „Harry“ sprechen zu dürfen.

Du trägst griechisches Blut in dir – wann und wo merkst du dein Temperament? 

Maria Ketikidou: Eigentlich in fast allen Alltagssituationen. Wenn ich glücklich bin, bin ich besonders glücklich und wenn ich wütend bin eben auch besonders wütend…

Du bist seit 1993 als Polizistin Hariklia „Harry“ Möller im Großstadtrevier zu sehen und gehörst somit mit am längsten zur Stammbesetzung. Hättest du das beim Einstieg gedacht?

Maria Ketikidou: Natürlich nicht. Die Filmbranche ist alles andere als berechenbar. So richtig weiß man nicht was Flop oder Kult wird. Man hangelt sich von Staffel zu Staffel. Uns hält das Zuschauerinteresse am Leben und unsere Leidenschaft zu diesem Produkt.

Maria Ketikidou

Ist es nicht auch komisch, wenn sich die Erstbesetzung nach und nach ändert?

Maria Ketikidou: Eigentlich nicht. Es ist doch wie im richtigen Leben. Menschen kommen und gehen. Im Beruf so wie im Privaten. Das Rad dreht sich weiter. Man muss nur für sich Entscheidungen treffen und das Beste draus machen.

Würdest du heutzutage auch in der Realität dem Job einer Hamburger Polizistin nachgehen? Die „echten“ Kollegen haben es ja alles andere als leicht…

Maria Ketikidou: Die Frage stellt sich für mich nicht. Damals genauso wenig wie heute. Ich bin Schauspielerin und verkörpere nur ein Berufsbild. Ich finde aber, dass heutzutage in vielen Berufen, die Bezahlung nicht in Relation zu den Anforderungen steht. Polizisten, Pfleger und viele andere Arbeitnehmer leisten sehr viel und werden unterbezahlt. Und selbst in unserem Berufsfeld wächst der Druck: Weniger Drehtage bei hohem Qualitätsanspruch. 

Welche Rolle spielt deine Heimat Hamburg für dich?

Maria Ketikidou: Ich weiß wo ich hingehöre. Das erdet. Aber Heimat ist ein Gefühl, kein geographischer Standpunkt in Google Maps.

Du hast dich mit 15 Jahren zufällig auf die Rolle der Rocksängerin Lisa in dem Film „Heartbreakers“ beworben und bist auch prompt genommen worden. Siehst du einen glücklichen Zufall oder die Erfüllung deines Kindheitstraums?

Maria Ketikidou: Ich behaupte: reines Glück. Ich bin nur zufällig zum Casting gegangen und hatte keinerlei Ambitionen. Das war Schicksal. Aber als ich während der Vorsprechphase merkte, dass ich das unbedingt machen will, habe ich den Wunsch ins Universum geschickt. Das Unterbewusstsein macht dann schon den Rest!

Maria Ketikidou

Was ist dir wichtig, um abzuschalten zwischen Drehs und Presseterminen? Wie schöpfst du neue Kraft?

Maria Ketikidou: Auszeiten sind sehr wichtig. Andere Dinge tun als sonst. Beispielsweise durch einen einfachen Umgebungswechsel. Ich liebe es, zu reisen und mir großartige Ort anzusehen. Mittlerweile verschwinde ich auch gerne mal in der Natur, um mein Hirn freipusten zu lassen. Das funktioniert ganz gut. 

Vielen lieben Dank für deine Zeit, Maria!

Maria Ketikidou

Maria Ketikidou mit den Kollegen Jan Fedder (+ 2020) und Saskia Fischer bei den ARD Dreharbeiten zu Großstadtrevier in Hamburg. (Foto: Thorsten Jander (ARD)).

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Weitere Informationen über Maria Ketikidou gibt es auf ihrer Facebook-Seite https://www.facebook.com/Ketikidou/

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